7 SCHRITTE ZUR INNEREN EINSTELLUNGSÄNDERUNG

Innere Einstellungsänderung – Wer positiv denkt, gibt Stress keine Chance
Innere Einstellungsänderung – Wer positiv denkt, gibt Stress keine Chance
Doch wie ändere ich meine innere Einstellung? Das ist sicher einfacher gesagt als getan. Schließlich lässt sich ein gefestigtes Verhalten nicht von heute auf morgen ändern. Doch mit Übung und Ausdauer wird es Ihnen gelingen, mit einer Einstellungsänderung mehr Ruhe und Gelassenheit zu gewinnen. Stellen Sie sich diese 7 Fragen:

1. Beißen sie sich an Kleinigkeiten fest?

Beißen Sie sich an Kleinigkeiten fest?

Manchmal gibt es Tage, an denen läuft nichts rund. Morgens das Kind zur Schule fertig machen, dann ab ins Büro. Es kommen noch Anforderungen dazwischen, mit denen ich nicht gerechnet habe und Zack ist der Tag rum und ich habe das, was ich mir für heute vorgenommen habe, nicht geschafft. Gerade der Haushalt ist es, der bei mir als Erstes liegen bleibt. Wenn dann abends der Kommentar kommt: „Wie sieht’s denn hier schon wieder aus.“ habe ich früher sehr verschnupft reagiert. Automatisch rutschte ich in die Defensive und fing an mich zu rechtfertigen. Das hat mich noch mehr geärgert und meistens gab es dann Streit. Absolut unnötig. Inzwischen atme ich in solchen Situationen erst einmal tief durch und reagiere nicht sofort. Zu einem späteren Zeitpunkt spreche ich das Thema an und äußere dann klar meine Wünsche für zukünftige Situationen.

Bemühen Sie sich, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Legen Sie nicht jedes Wort der anderen auf die Goldwaage. Fühlen Sie sich nicht unablässig durch alles Mögliche herausgefordert.

2. Bewerten, urteilen und richten Sie pausenlos? 

Bewerten, urteilen und richten Sie pausenlos?

Ständig bekomme ich von anderen Seiten Informationen und Gequatsche über andere Kinder und Familien präsentiert. Wie schnell passiert es dann, dass ich voreingenommen anderen gegenüber bin.
Meine Tochter hat den Hang, sich mit so genannten „Underdogs“ zu beschäftigen. So auch mit einem Jungen, von dem ich immer nur gehört habe, wie schlimm der ist und was der alles anstellt. Genau mit diesem Jungen wollte sich meine Tochter verabreden. Da für mich die Regel gilt, dass sich meine Tochter ihre Freundschaften selbst aussucht, haben wir eine Verabredung mit dem Jungen getroffen. Am Tag der Verabredung war er bei uns. Ein sehr netter, zuvorkommender Junge, der wunderbar mit ihr gespielt hat. Kein Streit, keine Reibereien, nichts. Das hat mich darin bestärkt, nicht auf andere zu hören, sondern mir ein eigenes Bild zu machen.

Tipp: Nehmen Sie das Tun und Lassen um sich herum zunächst nur zur Kenntnis. Lassen Sie es zu, dass andere anders denken, fühlen, handeln und entscheiden als Sie. 

3. Versuchen Sie, alles und jedes im Griff zu behalten und zu beeinflussen?

Versuchen Sie, alles und jedes im Griff zu behalten und zu beeinflussen?

Hatten Sie auch schon mal das Gefühl, das die Spielkameraden Ihres Kindes nicht die richtigen waren? Sie waren „gemein“ zu meiner Tochter, es gab herzerweichende Tränen und trotzdem wollte sie wieder und wieder mit ihnen spielen. Mir hat jedes Mal das Herz geblutet – ich wollte das unterbinden, in mir machte sich auch durchaus mal ein Racheengel breit und ich habe selbst geweint über die beobachtete Ohnmacht meiner Tochter. Schrecklich! Doch ich habe die Zähne zusammengebissen, meine Tochter getröstet und die Treffen zwar zeitweilig reduziert, aber nie verboten. Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass das genau richtig war. Ich kann nicht alles um sie herum beeinflussen und im Griff behalten, denn sonst entwickelt sie kein eigenes Gespür für Menschen. Meine Tochter hat heute eine gesunde Einschätzung von anderen Menschen und merkt inzwischen selbst, wer ihr guttut und wann sie besser Abstand hält. 

Machen Sie es sich zu eigen, Menschen, Ereignisse und Situationen nicht nur aus einem Blickwinkel anzuschauen. 

4. Betrachten Sie Belastungen als Herausforderungen? 

Betrachten Sie Belastungen als Herausforderungen?
Gewöhnen Sie sich an, im – vermeintlich – Schlechten auch das Gute zu sehen. Begreifen Sie schwierige Lebenssituationen als Entwicklungschance. Sehen Sie darin Anstöße, längst fällige Probleme zu lösen oder neue Wege auszuprobieren.

5. Akzeptieren Sie Realitäten?

Akzeptieren Sie Realitäten?

Für mich ist dieser Punkt einer der wichtigsten. Fragen Sie sich bei jeder Situation, in der Sie sich ärgern, ob Sie diese ändern können oder nicht. Wenn Sie sie ändern können, gehen Sie es an. Wenn nicht, dann machen Sie ein Haken dran und beschäftigen Sie sich nicht länger damit. Ein typisches Beispiel ist für mich das Autofahren. Früher war ich eine gestresste Autofahrerin. Jede Ampel die Rot war, jeder Fahrer vor mir, der nicht gefahren ist, jeder Stau hat mich dazu gebracht in meinem Auto zu schimpfen und zu toben. Speziell, wenn ich zeitlich unter Druck war. Irgendwann einmal habe ich gezielt daran gearbeitet das abzustellen indem ich mir immer wieder gesagt habe: „Du kannst es nicht ändern, also ärgere dich nicht darüber. “Wenn die Ampel rot ist, ist sie halt rot. Wenn ich im Stau stehe, stehen ich im Stau. Ob ich da jetzt herumtobe oder nicht, es wird sich nicht ändern. Seitdem ich mir das zu Eigen gemacht habe, fahre ich wesentlich entspannter Auto. Auch in anderen Situationen hat diese Art der Einstellungsänderung mir viel Entlastung gebracht.

Pflegen Sie Ihre Ideale, Träume und Wunschvorstellungen, aber verrennen Sie sich nicht in ihnen. Machen Sie Ihre Hoffnungen nicht zur Messlatte Ihrer Lebensqualität. Wenn Sie alles in Ihrem Leben mit dem falschen Maßstab messen, werden Sie nie Freude über Erreichtes empfinden. 

6. Identifizieren Sie sich vorschnell?

Identifizieren Sie sich vorschnell?

Was ist an dem NEIN-Sagen so schwierig? Wir scheuen uns manchmal davor es in den Mund zu nehmen. Dann warten wir zu lange damit es auszusprechen. Und wenn es dann kommt, dann meistens massiv und mit Druck. Das braucht nicht zu sein, wenn wir uns vorher schon Gedanken machen, wie wir dem anderen das NEIN beibringen. Sie können auch schlecht Nein-Sagen? Dann ist hier ein Betrag für Sie: 4 Möglichkeiten nein zu sagen, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen

Bewahren Sie sich Ihre innere Unabhängigkeit. Bilden Sie sich stets Ihre eigene Meinung. Überzeugen Sie durch Handeln, nicht durch Worte. Positionieren Sie sich als gemeinschaftsorientierter, kooperativer, unabhängiger Kopf. Lernen Sie nein zu sagen, ohne zu verletzen.

7. Vergeben und verzeihen Sie? 

Vergeben und verzeihen Sie?

Hierzu hat Tim von MyMonk einen guten Artikel geschrieben:Statt zu jammern, kannst du dich an diese 7 Dinge erinnern.“

Entlasten Sie sich konsequent von den kräftezehrenden und blockierenden Gefühlen des gekränkt seins, des Grolls, des Hasses und des Nachtragens. 

Wie gehen Sie nun vor, um Ihre Einstellung zu verändern?

Ihre Einstellung lässt sich nicht auf Knopfdruck verändern. Gewohnheiten und Verhalten prägen sich (manchmal) jahrelang in ein Muster und lassen Sie unbewusst auf Situationen reagieren. Um sie zu verändern, ist der erste Schritt, das Unbewusste auf die bewusste Ebene zu holen. Dann können Sie neue Denkmuster und Verhaltensweisen bewusst einüben. Je öfter Sie diese anwenden, umso schneller laufen sie in neuen Bahnen und werden so wieder zu einer unbewussten geänderten Gewohnheit.

Beobachten Sie sich selbst, in welchen Situationen

  • Sie sich ärgern,
  • merken, dass Ihr Stresspegel ansteigt,
  • Ihre Reaktionen unverhältnismäßig sind.

Überlegen Sie, welcher der 7 Tipps auf Ihre Situation zutrifft und durchdenken Sie die vergangene Situation mit einer anderen Sicht / einer anderen Reaktion Ihrerseits, so dass es sich besser für Sie anfühlt. Je öfter Sie so vorgehen, umso mehr verändert sich Ihre Einstellung und verhilft Ihnen zu mehr Gelassenheit.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

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