Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter!

Achte auf deine Gewohnheiten denn sie werden dein Charakter

Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen.

Horace Mann
Autorin: Anette Krumhaar

Autorin: Anette Krumhaar

Weißt du, was so gemein an Gewohnheiten ist? Sie kommen schleichend… Und sie kommen, um zu bleiben. Du wirst nicht mit ihnen geboren, sondern manche Ereignisse erfordern dein Handeln. Und je öfter du eine Handlung wiederholst, umso mehr wird sie dir zur Gewohnheit – und das merkst du meistens gar nicht.
Folgendes Beispiel dazu: 

Meine Schwester war für eine längere Zeit bei uns zu Besuch. Nach einer Weile meinte sie: „Puh, es ist echt anstrengend, sich mit dir zu unterhalten. Ständig werden wir unterbrochen. Dein Mann und deine Tochter brauchen ihre Fragen noch nicht mal fertig auszusprechen, da bist du schon unterwegs und erledigst es für sie.“ – Öhmmm. Da habe ich erst mal geguckt. Dann habe ich bewusst darauf geachtet und siehe da, natürlich hatte sie recht. Wann hatte ich angefangen, alles für jeden zu übernehmen? Allein der Satz: „Wir wollen heute Nachmittag schwimmen gehen.“ Hat mich sofort aufgescheucht zum Badesachen packen. Damit bloß nichts vergessen wird. Ab dem Tag fing der lange Weg der Umgewöhnung an 😀

Wie kommt es zu den Gewohnheiten?

Einige Handlungen schleichen sich mit dem Aufwachsen des Kindes an. Es gibt Zeiten, da ist sie halt noch zu klein zum Badesachen packen. Und mein Mann? Na ja, der findet doch nicht mal die Butter im Kühlschrank…😉, also packe ich zusammen. Das war auch vollkommen in Ordnung für mich. Doch ich habe den Zeitpunkt verpasst, die Aufgabe an meine Tochter zurückzugeben. Das Ergebnis war: allzeit im Einsatz, Mit- und Vorausdenken für mein gesamtes Umfeld. Das verlässt sich natürlich auch darauf und gewöhnt sich ebenfalls daran. (Ist ja auch ganz schön praktisch…)

Butter im Kühlschrank finden

Wie funktioniert nun die Umgewöhnung?

Das ist nicht einfach. Und solange die Gewohnheit gedauert hat, so dauert auch das Umgewöhnen seine Zeit. Ich habe eine Weile sehr genau darauf geachtet, ob ICH die geforderten Dinge zu erledigen habe oder jemand anders es auch kann. Dann geht es weg vom Machen hin zum Sagen / Erklären. Jetzt kommt es auf eine gute Kommunikation an. „Was brauchst du im Schwimmbad? Wo findest du die Sachen, die du brauchst?“ Ich sage nicht, dass es anfangs einfach ist und zeitsparend auf keinen Fall! Doch wenn du jetzt wieder selbst hinlangst, dann wird es weiter an dir hängen bleiben…

Ärgere dich nicht, wenn es nicht auf Anhieb funktioniert!

Den größten Fehler, den du machen kannst, ist nicht konsequent dabei zu bleiben die Aufgaben abzugeben. Getreu dem Motto: „Toll, jetzt hat es zweimal funktioniert mit dem Badesachen packen und dann nicht mehr. Mache ich es eben wieder selbst – dann funktioniert es!“ Damit ist es deinem Umfeld gelungen, dir wieder den schwarzen Peter zuzuschieben.

Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Beispiele außer dem Badesachen packen – das ist klar! Doch hätte mich meine Schwester nicht mit der Nase darauf gestoßen, ich würde es wahrscheinlich heute noch so machen… Manchmal ist der Blick von außen einfach Gold wert!


Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Charles Reade (1814 - 1884), englischer Schriftsteller

Vier Gründe, warum du dich von deinen Gewohnheiten trennen solltest:

1. Gewohnheit: Stets für andere mitdenken

Solange du für andere stets mitdenkst, hast du keinen Raum für dich. Du bist immer im später oder im morgen. Du verpasst komplett das hier und jetzt und das Mantra: „Ich darf nicht vergessen an dies oder das zu denken“, begleitet dich dein Leben lang. Es bleibt dir kein Raum, um auch mal an dich zu denken. Dafür ist einfach kein Platz. Fang so bald wie möglich an, das Mitdenken und die Verantwortung für Dinge auf zusätzliche Schultern zu verteilen!

2. Gewohnheit: Alles für andere erledigen

Dein Umfeld gewöhnt sich daran, dass du alles erledigst, was anfällt. Das ist sehr einfach für die anderen, doch für dich wird es immer mehr. Achte doch mal auf den Satz „Kannst du eben mal…“ oder so ähnlich. Wenn der kommt, dann werde achtsam und schaue, ob du das noch mit erledigen kannst / möchtest oder ob du nicht auch mal NEIN sagen möchtest.

Wie du am besten Nein sagst, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen, liest du hier.

3. Gewohnheit: Alles schnell selbst machen

Ist dir schon mal aufgefallen, wenn du alles selbst und allein erledigst, wie langweilig und einsam das macht? Ja, MIT dem Kind einkaufen zu gehen dauert vielleicht länger, doch du hast auch kostbare Zeit zu zweit, oder? Und dein Kind gewöhnt sich ans Einkaufen, sodass du es bald allein losschicken kannst.

4. Gewohnheit: Immer sind erst alle anderen dran

Hast du dir angewöhnt immer erst für alle anderen zu sorgen, dann bleibt für dich selbst keine Zeit mehr. Du kommst in einen „Immer nur funktionieren“ – Modus. Dir bleibt keine Zeit, um einfach mal durchzuschnaufen oder etwas nur für dich zu tun. Energien und Kraft zu tanken. Wenn es dir gut geht, dann bist du auch in der Lage gut für dein Umfeld zu sorgen. Fange an, dir deinen Raum zurückzuerobern. So haben alle etwas von dir!

Mir hat der Stupser von meiner Schwester enorm geholfen, aus meiner Tretmühle auszubrechen. Inzwischen erledigen sowohl meine Tochter als auch mein Mann viele Dinge, die früher nur an mir hingen. Die neue Aufteilung macht das miteinander viel entspannter – und wenn heute meine Schwester anruft, dann kann ich ohne weiteres ein längeres Telefonat ohne Störung mit ihr führen.

Und genau das wünsche ich dir auch!

Übrigens, das Anstupsen von außen übernehmen sicher gerne auch die anderen berufstätigen Mütter im RollenSpagat-PORTAL. Schau es dir hier gerne an!

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