Akzeptieren, was du nicht ändern kannst!

Akzeptieren was du nicht ändern kannst
Autorin: Anette Krumhaar

Autorin: Anette Krumhaar

Wie oft regst du dich über die gleichen Dinge auf, die du sowieso nicht ändern kannst? Eben! Und doch lässt es dich nicht los. Dadurch verschwendest du viel Energie an Dinge, die du eh nicht ändern kannst. Eine Säule deiner Resilienz (psychische Widerstandskraft) ist Akzeptanz. Das heißt, Dinge akzeptieren, die du nicht ändern kannst. Dafür kümmere dich lieber um die, die du verändern willst und kannst. So sparst du dir deine Kraft und Energie für lohnenswerte Dinge auf. Wie das funktioniert mit dem Akzeptieren, beschreibe ich dir hier.

Meine persönliche Geschichte:

Früher war ich eine sehr gestresste Autofahrerin. Jede Ampel die rot war, jeder Fahrer vor mir, der nicht gefahren ist, jeder Stau hat mich dazu gebracht in meinem Auto zu schimpfen und zu toben. Speziell, wenn ich zeitlich unter Druck war und pünktlich bei einem Termin sein musste. Doch so sehr ich auch geschimpft habe, schneller angekommen bin ich nie 😉

Ich habe dann begonnen, daran zu arbeiten, indem ich mir immer wieder sagte: „Ich kann es nicht ändern, also ärgere ich mich nicht darüber. Wenn die Ampel rot ist, ist sie halt rot. Wenn ich im Stau stehe, stehe ich im Stau. Ob ich da jetzt herumtobe oder nicht, es wird sich nicht ändern.“

Es hat ein Weilchen gedauert, doch seit einigen Jahren fahre ich wesentlich entspannter Auto. Diese Art der Einstellungsänderung, Dinge, die ich nicht ändern kann, zu akzeptieren, hat mir viel Entlastung gebracht.

Kennst du auch solche wiederkehrenden Situationen? 

Und jedes Mal ärgerst du dich darüber? Oft sind es keine großen Sachen, sondern es ist die Summe der Kleinigkeiten, die dich auf die Palme bringen. Auch wenn es nur 5 Kleinigkeiten sind, ist die Summe doch so groß, dass sie dir den Tag verderben. Bedenke immer: Du hast zwei Möglichkeiten, mit einer Situation umzugehen. Entweder darüber ärgern oder dich fragen, ob du die Situation ändern kannst…

Fang an aufzuräumen! Was stört dich? Was bringt dich auf die Palme?

Fang an aufzuräumen!

Was stört dich? Was bringt dich auf die Palme?

Starte eine kleine Liste, auf die du dir eine Notiz machst, wenn du wiederkehrend Situationen erlebst, die dich ärgern. In der Situation selbst ändere erst mal gar nichts. Meistens sind wir dann so geladen, dass unsere Reaktion zu emotional, zu sehr aus dem Bauch herauskommt. Meiner Erfahrung nach ist das nicht gut.

Nachdem du dich wieder beruhigt hast, nimm dir Zeit, um deine Ärger-Situation/en auf deiner Liste anzuschauen. Teile sie in 2 Gruppen ein: A = kann ich ändern, B = kann ich nicht ändern. Und dann lege los, Kleinigkeiten zu verändern.

Du startest mit Gruppe A: 

WIE kann ich etwas verändern? 

Starte am besten mit Kleinigkeiten. Wenn du dich immer über das Gleiche ärgerst und du kannst es verändern, dann überlege dir, wie du am besten vorgehst. Wenn du dir einen Plan zurechtgelegt hast, dann leg los mit der Veränderung.

Meine persönliche Geschichte: 

Der typische Morgen startete bei mir immer stressig. Mich fertigmachen, meine Tochter fertig machen, für alle drei Frühstück richten, ausgehfertig machen, meine Tochter in den Kindergarten, ich weiter zur Arbeit. Es war immer ein Durcheinander, bis alle endlich aus der Tür waren. Das war für mich sehr schwer auszuhalten. Ich mag so ein Chaos nicht.  Doch je mehr ich zur Eile gedrängt habe, umso langsamer wurden alle anderen… Ich habe mir überlegt, wie ich die Situation entzerren kann und habe dann einige Aufgaben auf abends vorverlegt. Die Kleider für mich und die Kleine abends rausgelegt, den Frühstückstisch gedeckt und alles soweit es geht vorbereitet. Und siehe da, der morgen hat dann viel organisierter und entspannter angefangen.

Auf die Kleinigkeiten kommt es an! 

Du siehst, es sind nicht unbedingt die Riesen-Veränderungen und Umwälzungen, um die es geht. Es sind die viele Kleinigkeiten, die in der Summe einiges ausmachen. Fang am besten heute gleich an, deine Liste mit der Gruppe A genauer anzuschauen. Sicher gibt es einiges, was auch dir mehr Ruhe und Entspannung bringt.

So machst du mit der Gruppe B weiter: 

Situationen akzeptieren, die du nicht ändern kannst 

Kannst du die Situation nicht ändern? Dann akzeptiere die Situation so wie sie ist. Punkt. Sag dir: “Ich kann oder will die Situation nicht ändern, also bleibt es, wie es ist. Nur ärgern lasse ich mich dadurch auch nicht mehr!” Mache einen Haken dran und beschäftige dich lieber mit schönen Dingen. Und lass dich nicht irritieren, wenn dein Umfeld gar nicht verstehen kann, dass dich etwas nicht mehr aufregt – dass zeigt dir nur, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Meine persönliche Geschichte:

Bei uns kommen „schlechte Nachrichten“ (Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, falsche Rechnungen etc.) immer freitags. Also an einem Tag, an dem ich nichts mehr richten kann. Mein Mann kann sich dann das ganze Wochenende darüber ärgern und fängt ständig damit an. Ich nehme die Information auf, weiß, dass ich erst am Montag was tun kann, und denke das Wochenende nicht mehr daran. Das kann meinen Mann dann noch mehr reizen, weil er nicht versteht, warum mir die Information „egal“ ist. Doch das ist sie nicht. Ich kann nur freitags nachmittags nichts dafür tun, um etwas zu ändern. Warum also das Wochenende verderben lassen?

Wie funktioniert das mit dem Akzeptieren? 

Es ist erstaunlich, wie „einfach“ es sein kann, wenn du emotionale Reaktionen in dein Bewusstsein holst. Bisher bist du in eine Situation reingeschlittert und hast unbewusst emotional oder mit Ärger darauf reagiert. Wenn du zukünftig in die Situation reinschlitterst und dich ärgerst, kannst du bewusst damit umgehen. Indem du zum Beispiel mit dir selbst sprichst – und das bewirkt bereits, dass dein Ärger zurückgeht. Ganz einfach, oder?

Du möchtest entspannter durchs Leben gehen? 

Dann schau in meinen Blog-Beitrag „7 Schritte zur inneren Einstellungsänderung“. Dort findest du weitere Tipps wie du deine Einstellung veränderst, um entspannter durchs Leben zu gehen.

Was kannst du tun, wenn dich manche Ärgernisse trotzdem nicht loslassen? 

Du hast wirklich probiert, ein Ärgernis, dass du nicht ändern kannst zu akzeptieren. Trotzdem geht dir jedes Mal „das Messer in der Tasche auf“, wenn du wieder in die gleiche Situation geworfen wirst. In dem Fall werde selbst aktiv! Du kannst bewusst die Situation, die du nicht mehr haben möchtest, loslassen. In meinem Gast-Beitrag im Festival-der-Sinne-Onlinemagazin „5 Schritte wie du loslassen kannst“ beschreibe ich dir wie das geht.

Lass mich wissen, wie es dir gelingt Dinge zu akzeptieren, die du nicht ändern kannst. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar! 

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