So stoppst du dein Gedankenkarussell

So stoppst du dein Gedankenkarussell

Kennst du das? 

Autorin: Anette Krumhaar

Autorin: Anette Krumhaar

Immer wenn du abends schlafen gehst, meldet sich dein Gedankenkarussell. Es geht mit einem einzigen kleinen Gedanken los. (“Ich darf morgen auf keinen Fall vergessen…”)  Dieser kleine Satz führt dich zum nächsten Gedanken und schon nimmt das Karussell so langsam Fahrt auf. Je mehr du dich zwingen willst zur Ruhe zu kommen, umso weniger funktioniert es. Du siehst dich schon wieder den nächsten Tag mit dicken Augenringen durch die Gegend laufen und jeder sieht dich so mitleidig an… ja, ja, diese berufstätigen Mütter haben es schon schwer… Hol dir hier Tipps, wie du dein Gedankenkarussell stoppst!

Was sind Gedankenkarussells oder Gedankenkreisel? 

Gedankenkreisel oder Gedankenkarussells sind sich wiederholende, lästige Gedankengänge, die unrealistisch und unproduktiv sind. Sie können zum Beispiel die Form von Selbstzweifeln haben: „Ich werde diese Arbeit nie richtigmachen.“ oder „Ich bin viel zu uninteressant, um eine Verabredung zu bekommen.

Oft können sie dir auch angst machen. „Was ist bloß mit meinem Herzen los?“ oder „Wenn sie die Miete erhöhen, muss ich umziehen.

Je stärker du an diesen Gedanken festhältst, umso schlechter geht es dir. Manch eine steigert sich auf diese Art richtig in eine Panik rein, aus der sie so schnell nicht alleine rauskommt. Das ist nicht schön.

So kannst du dein Gedankenkarussell abstellen: 

Grade abends, wenn du zur Ruhe kommen möchtest, taucht es auf – das Gedankenkarussell. Erst dreht es noch langsam, mit einem ersten Gedanken geht es los. Irgendetwas schießt dir durch den Kopf, dass dich beschäftigt. Und mit dem ersten Gedanken kommt dann der nächste und dann wieder der nächste. So kreiseln die Gedanken, du kannst nicht abschalten, an Schlaf ist nicht zu denken. Je weiter der Uhrzeiger vorrückt, umso mehr Druck verspürst du. Du willst und musst schlafen, damit du den nächsten Tag gut überstehst. Probiere mal aus, wie du mit den folgenden Tipps zurechtkommst:

Tipp 1: Notizbuch neben dem Bett 

Lege dir ein Notizbuch neben dein Bett. Notiere dir darin die Gedanken, die dich nicht loslassen. Der Grund, weshalb das Gedankenkarussell bleibt und du die Gedanken nicht loslassen kannst ist, das du Angst hast, etwas Wichtiges zu vergessen. Sobald du deine(n) Gedanken aufgeschrieben hast, ist er “gesichert”. So geht nichts verloren und dein Kopf weiß, dass er morgen früh alles nachlesen kann. Das vereinfacht dir das Loslassen deiner Gedanken.

Tipp 2: Comics vor dem Einschlafen

Ich habe meine besten Erfahrungen mit dem Lesen von Comics gemacht. Die Texte sind nicht wirklich anspruchsvoll und mein Kopf erfasst die Bilder schnell und unkompliziert.

Lese einfache Lektüre mit vielen farbigen Bildern. Einfach, damit dein Kopf sich nicht anstrengen muss, schwere Inhalte zu erfassen. Wissen zu erfassen aktiviert deine linke Gehirnhälfte. Zum Einschlafen brauchst du eher die rechte Gehirnhälfte. Die, in der es keine Zeit und keinen Raum gibt. In der die Fantasie wohnt und Farben und Intuition aktiv sind. Mit den bunten Bildern aus der Lektüre sprichst du diesen Bereich in deinem Kopf an, den du zum Einschlafen brauchst.

Tipp 3: Gezielte Gedankenunterbrechung 

Wenn sich während des Tages auch öfter Gedankenkreisel und -karussells bei dir festsetzen, dann nutze die gezielte Gedankenunterbrechung um deinen Kopf zur Ruhe zu bringen.

Das funktioniert so: 
  • Konzentriere dich zuerst auf die unerwünschten Gedanken
  • dann hältst du plötzlich inne und leerst bewusst deinen Geist
  • Ein Kommando, z. B. „Stopp“ oder ein lautes Geräusch kannst du gut zur Unterbrechung der unerwünschten Gedanken verwenden

Warum funktioniert die gezielte Gedankenunterbrechung?

  • Das Kommando „Stopp“ ist praktisch wie eine Bestrafung, und ein Verhalten, das ständig bestraft wird, kann sich nicht festsetzen.
  • Das Kommando „Stopp“ dient als Ablenkung, und der zwingende Selbstbefehl lässt sich nicht vereinbaren mit zwanghaften Gedanken.
  • Die Gedankenunterbrechung ist eine positive Reaktion und du kannst sie durch beruhigende oder positive Äußerungen noch ergänzen. Du sagts zum Beispiel: „Diese großen 747- Flieger sind sehr sicher“ statt „Sieh dir an, wie diese Tragfläche wackelt. Die fällt bestimmt gleich ab.“

Wenn du deine Gedanken kontrollieren kannst, dann kannst du deinen Stresspegel deutlich senken. Und das unterstützt dich dabei ein- und durchzuschlafen und deine Tage entspannter zu überstehen! Probiere einen oder alle Tipps gerne aus und hinterlasse mir einen Kommentar, wie es bei dir funktioniert hat!

Ich wünsche dir viel Erfolg damit! 

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3 Tipps wie du dein Gedankenkarussell anhältst

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