Meine 5 besten Tipps für Working Moms in der Babyzeit

5 Tipps für Working Moms in der Babyzeit

Working Moms / Babyzeit – alles steht Kopf

Dein erstes Kind ist auf der Welt. Deine Hormone kreiseln. Du bist in Elternzeit. Alle deine Routinen und Abläufe werden auf den Kopf gestellt. Du brauchst Zeit, um neue Routinen in deiner Rolle als Mutter zu finden. Deine Partnerschaft wird zur Elternschaft. Alles ist neu, du erlebst bisher noch nie dagewesene Situationen. Du bist unsicher, weil viele Situationen dir neu und unbekannt sind. Du übernimmst die volle Verantwortung für ein anderes Leben. Du triffst Entscheidungen für ein anderes Leben. Du genießt die Zeit mit deinem Baby.

So war es für mich als Working Mom in der Babyzeit 

Für mich war die Babyzeit nicht einfach. Zu groß war die Umstellung, zu viel wurde auf den Kopf gestellt. Ich brauchte Zeit, mich in meine neue Rolle einzufinden. Und immer wieder fragte ich mich: „Bist du eine Rabenmutter / nicht als Mutter geeignet, weil du die Babyzeit nicht so großartig findest?“ Es wurde erst besser, als ich mich von meinen „So muss es laufen“ – Gedanken gelöst habe und mir gesagt habe: „Löse dich von deinen Vorstellungen wie es sein soll. Nimm hin, lass dich darauf ein und sei neugierig was passiert.“ Daraus sind meine 5 besten Tipps für Working Moms in der Babyzeit entstanden.

1. Tipp für Working Moms in der Babyzeit 

Nimm dir die ersten 3 Monate nichts vor 

Dein erstes Kind ist auf der Welt, deine Hormone kreiseln, du bist in Elternzeit. 

Jeder, den du in der Schwangerschaft triffst und der selbst schon ein Kind hat, erzählt dir von großen Veränderungen, die auf dich zukommen. Als wenn dir das nicht selbst klar wäre. Und trotzdem versuchst du, die Veränderungen in deine Erwartungshaltung einzupassen – vor der Geburt. Du malst dir aus, wie schön alles wird. Du triffst Absprachen mit dem Partner, wie ihr euch auf- und einteilt. Du weißt, wie lange deine Elternzeit geht und ab wann du wieder in den Beruf einsteigen wirst.

Dann kommt die Geburt – ein Wunder der Natur

Und alles ist anders. Dein Baby braucht deine ganze Aufmerksamkeit, für dich bleibt erst mal gar keine Zeit übrig. Du bist froh, wenn du es schaffst bis nachmittags um drei unter die Dusche zu kommen. Du fühlst dich schlecht, weil du meinst, du hättest “Mutter sein” nicht im Griff. Schluss damit!

Entspann dich, tauche angekündigt ab 

Kündige allen um dich herum an, dass du die ersten drei Monate nach der Geburt abtauchst. Nimm dir diese Zeit, um dein Baby kennenzulernen, dich auf die neue Situation einzustellen und deine körperliche Umstellung geschehen zu lassen. Lass dich ganz auf den neuen Erdenbürger ein, richte dich nach seinen Bedürfnissen. Triff Verabredungen nur, wenn du wirklich Lust dazu hast. Lass Besuch nur kommen, wenn es dir gut dabei geht.

Ich weiß, es ist schwierig… 

…Oma, Opa und den Rest der Familie und Freunde davon abzuhalten bei dir aufzutauchen und dir “beizustehen”. Horch in dich hinein, ob es dir wirklich hilft oder ob es dich stresst. Die Gedanken, die Wohnung ist nicht aufgeräumt, du wolltest noch einen Kuchen backen für den Besuch, eigentlich willst du lieber mit deinem Baby zusammen ein Nickerchen machen, stressen dich zusätzlich. Tu dir das nicht an! Was sind schon drei Monate gegen den Rest deines Lebens?

 

Nutze die ersten drei Monate für dich, dein Baby und die Neugestaltung deiner Partnerschaft. 

2. Tipp für Working Moms in der Babyzeit 

Beziehe den Vater von Anfang an mit ein

Deine Partnerschaft wird zur Elternschaft 

Einige dich von Anfang an mit deinem Partner darauf, dass er an zwei Abenden die Woche ganz Papa sein darf. Während du dich ausschläfst oder in die Badewanne gehst oder was auch immer machst. Das ist schwer, ich weiß. Sobald das Würmchen weint, zerreißt es dir das Mutterherz und du übernimmst wieder. Halte es aus, Papa wird sich kümmern!

Gib dem Vater eine Chance 

Dadurch, dass du den ganzen Tag in der Elternzeit mit deinem Baby zusammen bist, hast du natürlich einen kleinen Vorsprung was die Bedürfnisse eures Babys angeht. Außerdem geht das Windeln wechseln bei dir schneller und du bist geübter in der Zubereitung des Fläschchens. Alles gut und schön – doch, wenn du dem Vater zu schnell zu viel abnimmst, gibst du ihm das Gefühl “es nicht richtig” zu machen. Und er zieht sich zurück. Mal ehrlich, auch du musst aushalten, dass euer Baby manchmal weiter schreit obwohl du es auf den Arm nimmst, oder? So ist es eben. Und ein Vater muss auch lernen das auszuhalten.

Und ja, Väter machen einige Dinge anders als Mütter

Doch sei dir sicher, er wird nie etwas zum Schaden eures Babys machen. Je öfter er euer Baby allein betreut, umso schneller wird auch er die richtigen Handgriffe lernen. Das entlastet dich enorm und gibt dir später ein gutes und sicheres Gefühl, wenn du Papa und Baby allein lässt, weil du zum Beispiel wieder arbeiten gehst.

3. Tipp für Working Moms in der Babyzeit 

Lass dir nicht reinreden, vertraue deiner Intuition 

Alles ist neu, du erlebst bisher noch nie dagewesene Situationen. Du bist unsicher, weil viele Situationen dir neu und unbekannt sind. 
Mutter sein kannst du nicht üben

Selbst wenn du mit jüngeren Geschwistern aufgewachsen bist, als Jugendliche Babysitterin warst oder die Kinder deiner Freundin betreut hast, ist es nicht das gleiche wie Mutter eines Neugeborenen zu sein. Bisher konntest du immer die Verantwortung mit dem Kind wieder an die Eltern zurückgeben. Das ist jetzt anders.

Du erlebst Situationen mit deinem Baby, die du vorher noch nie hattest. 

Jetzt kannst du Dr. Google, Fachliteratur oder dein Umfeld zurate ziehen. Doch je mehr du fragst, umso unterschiedlichere Meinungen wirst du hören. Und letztlich bist du verwirrter als zuvor. Informationen sammeln findet alles in deinem Kopf statt – und das übertönt dann dein Bauchgefühl.

Lass dir gerne von Menschen deines Vertrauens Tipps geben 

Aber lass dir nie sagen was für dich und dein Baby das Beste ist. Jedes Baby, jede Mutter ist anders. Was für andere gilt, muss für dich und dein Baby nicht gelten. Spüre in dich hinein, dann weißt du, was für dich und dein Baby am besten ist.

Übrigens, setz dich auch nicht unter Druck mit solchen Äußerungen: “Eine Mutter spürt / weiß / hört am Weinen des Babys was es hat.” Du hast dieses Gespür nicht vom ersten Tag an – woher auch? Bisher hast du dein Baby noch nie weinen hören, erst seit es auf der Welt ist! Mach dich nicht verrückt, du wirst mit der Zeit die Unterschiede hören, vertrau dir.

4. Tipp für Working Moms in der Babyzeit 

Schaffe Rituale, Sie geben dir und deinem Baby Sicherheit 

Alle deine Routinen und Abläufe werden auf den Kopf gestellt. 

Nachdem du in den ersten drei Monaten überhaupt keine Routinen hattest, sondern nur auf die Bedürfnisse von dir und deinem Baby gehört hast, kann es hilfreich sein, langsam Rituale einzuführen.

Am einfachsten kannst du ein Abendritual einführen. 

Das gibt nicht nur dir, sondern auch deinem Baby einen sicheren Rahmen, einen entspannten Ausklang des Tages und dir die Aussicht auf einen “Feierabend”. Sicher kennst du auch Eltern, die ihr Baby überall mit hinnehmen und sagen: “Ob das Baby zu Hause oder in seinem Kinderwagen schläft, ist doch egal.” Ich sehe das nicht so. Irgendwann kommst du doch mit Baby nach Hause, musst es dann noch umziehen, ins Bettchen umbetten – das bringt Unruhe in den Schlaf.

So war‘s bei mir: 

Mein Abendritual startete um 19:00 Uhr mit waschen und Schlafanzug anziehen, danach gab es vor dem Bett eine letzte Milchflasche, zu der habe ich Schlaflieder gesungen und danach gings ab ins Bettchen. Klappte nicht gleich beim ersten Mal, das danach gleich geschlafen wurde. Doch die tägliche Wiederholung der Abläufe führte dazu, dass es mit dem Einschlafen jahrelang klasse funktioniert hat – bis zum Grundschulalter! Und du kannst dir nicht vorstellen, wie schön das in den Jahren ist, wenn du weißt “gleich ist Feierabend” und der Abend gehört mir!”

Natürlich muss dein Ritual nicht genau so aussehen. Doch mach dir Gedanken wo du feste Rituale einführen möchtest und dann zieh sie durch. Für die meisten Kinder gibt solch ein Rahmen eine Sicherheit, in der sie sich wohlfühlen.

5. Tipp für Working Moms in der Babyzeit 

Bereite deinen Berufs-Wiedereinstieg früh genug vor 

Denkst du auch: “Wenn ich eine Betreuung für mein Kind habe während ich arbeiten gehe, ist alles geritzt.”? 

Dann höre an der Stelle nicht auf zu denken. Natürlich bist du (hier in Deutschland) schon ganz weit vorne, wenn du einen sicheren Krippen- oder Kindergartenplatz hast! Und das noch zu den gleichen Zeiten, in denen du arbeitest! Das Glück hat nicht jede berufstätige Mutter!

Darüber hinaus solltest du dir über folgendes Gedanken machen: 

Während deiner Elternzeit warst du den ganzen Tag zu Hause und mit deinem Baby beschäftigt. Das bringt häufig mit sich, dass Mutter den Haushalt schmeißt, während Vater arbeiten geht. Also das “typische” Rollenverhalten. Vielleicht hat dir das auch gut gefallen – warum auch nicht? Vielleicht steckt doch das “Nestbauverhalten” noch tief in uns drin.

Doch was passiert, wenn du wieder in deine Arbeit einsteigst? 

Eine Betreuung für dein Kind finden ist schon schwer genug, funktioniert meistens nur mit Kompromissen.  Achte darauf, dass die Kompromisse nicht nur auf deinem Rücken landen und du das schon “irgendwie” hinbekommst. Du wirst es hinbekommen, dass weiß ich, nur zu welchem Preis? Musst du deine Stunden herunterschrauben auf der Arbeit? Verzichtest du auf Pausen, weil du jetzt immer erst später anfangen kannst, weil die Betreuung erst später anfängt? Bist immer du diejenige, die euer Kind im Notfall früher abholen muss?

Bitte – es spricht nichts dagegen, dass du es übernimmst!

Sondern es geht darum, ob du es klar mit deinem Partner abgesprochen hast und es für dich so passt. Und es nicht so automatisch von dir übernommen wird. Das Gleiche gilt für Hausarbeit, die du in der Elternzeit allein übernommen hast. Teilt auch die wieder unter euch auf, wie es vor der Elternzeit üblich war – so ist jeder gleich beschäftigt und es bleibt nicht automatisch alles an dir hängen.

Schau dir genau die Verteilung deiner Rollen an. 

Zu wie viel Prozent bist du Mutter – Berufstätige – Hausfrau – Partnerin – Du selbst? Auf die gesunde Verteilung kommt es an! Mach nicht den Fehler, deinem Selbst nicht genug Aufmerksamkeit zu geben, nur weil alle anderen Rollen deine Zeit auffressen! Achte auf eine gleichmäßige Verteilung!

Es fällt dir schwer, deine Verteilung gleichmäßig hinzubekommen oder du hast andere Fragen?
Dann schreib mir gerne eine E-Mail und wir sprechen / lesen uns!

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