3 Tipps für eine schnelle Eingewöhnung bei der Tagesmutter

3 Tipps für eine schnelle Eingewöhnung
Autorin: Anne Hoffmann

Autorin: Anne Hoffmann

Wenn du dein Kind in die Betreuung gibst, weil du wieder arbeiten gehen möchtest oder musst, dann schau dir früh genug die verschiedenen Möglichkeiten an. Lieber Krippe / Kindergarten oder eine Tagesmutter? Welche Vorstellung hast du? Wenn du dich entschieden hast dein Kind zu einer Tagesmutter zu geben, dann gebe ich dir hier drei Tipps für eine schnelle Eingewöhnung.

1. Für eine schnelle Eingewöhnung ist deine Einstellung und Haltung wichtig 

Manchmal spielen sich morgens Dramen ab, wenn Tageskinder zu mir kommen. Heulen, Schreien, Toben vom Kind – Hilflosigkeit, schlechtes Gewissen, Traurigkeit bei der Mutter. Das nenne ich keinen gelungenen Start in den Tag. Oft geht es so lang, bis die Mutter außer Sicht ist – dann geht das Tageskind zu seinen Spielkameraden und alles ist gut. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es den Müttern viel länger schlecht geht. Sie stellen ihr Konzept infrage, ihre Mutterschaft und überhaupt alles…  Erst ein kurzes Telefonat, in dem ich sie beruhige mit dem Sätzchen: „Alles ist gut, dein Kind spielt fröhlich mit den anderen“ bringt ihr wieder Ruhe und Erleichterung. Solche Tagesstarts können sehr zermürbend sein. Um es dir einfacher zu machen, überlege dir, was deine Beweggründe sind dein Kind zur Tagesmutter zu geben und wie du dein Kind am besten auf die Betreuung vorbereitest. So haben wir alle eine schnelle Eingewöhnung und dein Kind fühlt sich wohl!

Eine schnelle Eingewöhnung erfordert deine eigene Klarheit!

Welches Gefühl hast du, wenn du dein Kind „weggibst“? Der erste wichtige Schritt für dich ist es, dir deiner Gefühle bewusst zu werden. Hast du ein schlechtes Gewissen oder Gefühl dabei? Fühlst du dich als schlechte Mutter, weil du schon gehört hast: „Warum hast du dann ein Kind bekommen, wenn du es doch nur weggibst?“

Ist es wirklich DEIN Gefühl oder kommt es von außen? 

Wird dir von deinem Umfeld suggeriert, dass du dich schlecht fühlen musst? Deine Eltern, dein Partner, deine Freunde fangen Diskussionen an, ob es wirklich nötig ist, dein Kind so früh schon zu Fremden zu geben. Lass dich nicht irritieren – das ist alles Blödsinn. DEIN Weg ist DEIN Weg – und wenn der nun mal Kind UND Job beinhaltet, dann ist das auch absolut in Ordnung!

Es ist wirklich DEIN Gefühl, doch du MUSST wieder arbeiten gehen? 

Dann vertraue ich darauf, dass du bereits alle möglichen Wege durchdacht hast, länger bei deinem Kind bleiben zu können. Wenn alles nichts fruchtet; du musst zurück zur Arbeit, dann stärke deine Haltung dazu. Überlege dir, aus welchem Grund du wieder arbeiten musst und ändere deine Einstellung dazu.

  • Gib deinem Tun einen Sinn: z.B. Ich gehe arbeiten, damit ich für mein Kind, meine Familie und mich sorgen kann / etwas bieten kann / das Eigenheim abbezahlen kann.
  • Gib dem „Ich MUSS wieder arbeiten!“ eine andere Bedeutung, indem du das MUSS durch MÖCHTE oder DARF ersetzt. Beobachte einmal, ob und wie sich dadurch deine Einstellung verändert.
Deine Haltung überträgt sich auf dein Kind 

Verharrst du im schlechten Gewissen / Gefühl dann wird sich das auf dein Kind übertragen. Es spürt instinktiv, dass du es nicht hergeben möchtest und wird mit Weinen und Toben darauf reagieren, wenn es zur Tagesmutter gehen soll. Das wiederum befeuert dein schlechtes Gewissen und zack bist du in einem Teufelskreis, aus dem du nur mühsam wieder rauskommst.

Zudem beeinflusst dein schlechtes Gewissen dein Gefühl in der Wahrnehmung, ob die Tagesmutter die Richtige für dein Kind ist. Sie ist am Anfang eine fremde Person, die dein Kind und dich erst kennenlernt. Da ist es für dich enorm beruhigend, wenn du ein gutes Gefühl dabei hast dein Kind bei ihr zu lassen.

2. Schnelle Eingewöhnung mit Abläufen und Regeln 

Hast du überlegt dein Kind „frei“ zu erziehen? Ohne Regeln und Verbote? Dann ist es bei einer Tagesmutter, die mehrere Kinder betreut, nicht gut aufgehoben. In einer Gemeinschaft gibt es Regeln damit ein gutes Miteinander funktioniert. Dazu gehören feste Schlafenszeiten, benehmen (natürlich altersgerecht) bei Tisch und Respekt gegenüber anderen. Informiere dich bei deiner zukünftigen Tagesmutter, welche Regeln dort gelten und übe sie bereits vorher mit deinem Kind ein. Es ist nicht die Aufgabe einer Tagesmutter die Erziehung deines Kindes zu übernehmen. Die ist alleinig Aufgabe der Eltern. Und wer weiß, vielleicht passen die Regeln sowieso ganz gut in euren Tagesablauf!

3. Vorbereitung am Morgen / Routinen für eine schnelle Eingewöhnung 

Damit der Tag gut startet, gewöhne dir an, früh genug aufzustehen. Jede Hektik am Morgen zieht sich meistens durch den ganzen Tag. Morgens aus dem Bett fallen und „Ach herrje, so spät schon – jetzt aber schnell!“ bringt nur Stress und Unruhe. Sowohl für dich als auch für dein Kind. Ist dir schon mal aufgefallen, je eiliger du es hast, umso langsamer wird dein Kind 😉 Und das bringt dich dann richtig auf die Palme, oder? Wenn der Stresspegel steigt, dann wird auch dein Kind unruhig. Es versteht nicht, was los ist und schlimmstenfalls resigniert dein Kind und macht dann gar nichts mehr.

Schaffe dir Routinen am Morgen 

Um morgens den Stress rauszunehmen, überlege dir, was du abends schon vorbereiten kannst. Es sind oft die Kleinigkeiten, die eine große Erleichterung bringen. Was kannst du schon fürs Frühstück vorbereiten? Wähle schon abends (gerne auch zusammen mit deinem Kind) die Kleidung für den nächsten Tag aus. Je nach Alter solltest du deinem Kind in aller Ruhe beibringen, Schuhe und Jacke allein anzuziehen. Das ist eine immense Erleichterung, wenn es mit der Tagesmutter einen Ausflug macht oder es nach draußen zum Spielen geht. Wenn es dein Kind ist, dass nicht fertig wird, hängt es immer den anderen hinterher oder läuft ohne Jacke los. Die Erkältung mit Schnupfennase musst du dann wieder ausbügeln…

Eine gute und schnelle Eingewöhnung bei Tagesmutter hilft dir und deinem Kind. Wenn du meine drei Tipps berücksichtigst, wird es gut gelingen:
  • Kläre deine eigene Einstellung und Haltung
  • Übe mit deinem Kind Abläufen und Regeln ein
  • Schaffe dir und deinem Kind Routinen
Schreib mir gerne in die Kommentare, welche weiteren Tipps du für andere Mütter hast! 

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